Eigene Integrationen und MCP

Binde eigene HTTP-APIs und MCP-Server als Werkzeuge für deine Agenten an.

Fehlt ein Dienst unter Dienste verbinden, bindest du seine API selbst an. Bei einer eigenen Integration legst du die Werkzeuge mit Hilfe der KI aus der API-Dokumentation an. Ein MCP-Server ist ein fremder Server, der fertige Werkzeuge anbietet, aus denen du auswählst.

Eine eigene Integration anlegen

Du hinterlegst Basis-URL und Zugangsdaten einer HTTPS-API. Die KI baut die Anfragen an die API selbst.

  1. Öffne unter Verbindungen den Reiter Eigene Integrationen.
  2. Klicke auf Hinzufügen.
  3. Füge im Dialog die API-Dokumentation ein oder lade Dateien hoch.
  4. Klicke auf Integration entwerfen. Die KI liest die Dokumentation und füllt das Formular aus.
  5. Prüfe die Werte und wähle die Werkzeuge aus.
  6. Trage die Zugangsdaten ein und speichere.

Manuell anlegen überspringt die KI und öffnet ein leeres Formular.

Die KI schlägt Name, Basis-URL, Art der Authentifizierung, Beschreibung, Test-Pfad und benannte Werkzeuge vor. Die Anleitungen je Werkzeug ergänzt sie danach im Hintergrund. Anleitungen erneut erstellen wiederholt diesen Schritt. Ein erneuter Durchlauf schlägt nur Werkzeuge vor, die es noch nicht gibt.

Die Zugangsdaten trägst du selbst ein, die KI kennt sie nicht. Die Integration existiert erst, wenn du speicherst.

Das Häkchen Doku zusätzlich als Wissensdokument speichern legt die Dokumentation als Wissensdokument im Workspace ab. Agenten können das Schema dann dort nachschlagen.

Felder

FeldBedeutung
Basis-URLGemeinsamer Anfang aller Endpunkte. Beginnt mit https://.
AuthentifizierungOhne Authentifizierung, Basic Auth (Benutzer + Passwort), Bearer-Token, Eigener Header oder Query-Parameter
Test-PfadGET-Pfad für den Verbindungstest. Ohne Angabe testet lowcloud /.
Feste HeaderZusätzliche Header für jede Anfrage, zum Beispiel eine API-Version. Höchstens 20.

Die Basis-URL darf nicht auf lokale, interne oder private Adressen zeigen. lowcloud prüft das beim Speichern und bei jedem Aufruf. Authorization, Host und Content-Length sind reserviert. Du kannst sie nicht als feste Header setzen.

Die Zugangsdaten liegen verschlüsselt auf dem Server. Die KI sieht sie nie. Sie stehen auch nicht in den Lauf-Ereignissen oder in Fehlermeldungen.

Grenzen beim Entwurf

GrenzeWert
Eingefügte Dokumentationmindestens 50, höchstens 200.000 Zeichen
Dateien10 Stück, je 20 MB
Werkzeuge je Entwurfs-Durchlauf20
Zeitlimit je Durchlauf3 Minuten

Hochladen kannst du PDF, Word, Text, Markdown, JSON, YAML, XML, Skripte und CSV.

Benannte Werkzeuge anlegen

Ein benanntes Werkzeug legt Methode und Pfad fest, zum Beispiel Rechnung anlegen für POST /v1/rechnungen. Mit benannten Werkzeugen wählt die KI genauer, und du vergibst Rechte feiner.

Jede Integration hat außerdem zwei allgemeine Aufrufe: Daten abrufen (GET) und Daten senden. Damit kann die KI jeden Pfad der API aufrufen. Ohne benannte Werkzeuge nutzen Agenten nur diese beiden.

  1. Öffne die Integration.
  2. Klicke auf Werkzeug hinzufügen oder Aus API-Doku erzeugen.
  3. Fülle die Felder aus.

Die Felder eines Werkzeugs:

  • Name, Methode und Pfad: Platzhalter im Pfad stehen in geschweiften Klammern, etwa /v1/rechnungen/{id}.
  • Beschreibung für die KI: kurz, wofür das Werkzeug da ist. Höchstens 500 Zeichen.
  • Anleitung für die KI: wie das Werkzeug aufgerufen wird, mit Pflichtfeldern, Formaten und Beispieldaten. Höchstens 8000 Zeichen.
  • Body-Format bei schreibenden Methoden: JSON, Formulardaten, Text/XML oder Datei-Upload.

Werkzeuge werden sofort gespeichert, wenn du sie hinzufügst, änderst oder entfernst. Eine Integration hat höchstens 50 benannte Werkzeuge.

Eine Integration testen, bearbeiten und löschen

Testen schickt eine echte GET-Anfrage an den Test-Pfad, auf demselben Weg wie ein Lauf. Klappt es, meldet lowcloud die Integration als erreichbar und nennt den HTTP-Status. Sonst erscheint „Test fehlgeschlagen".

Ein Klick auf die Kachel öffnet eine Ansicht zum Lesen. Basis-URL, Zugangsdaten und Beschreibung änderst du über Bearbeiten.

Zum Löschen klickst du auf … und dann auf Löschen.

Nach dem Löschen lassen sich Workflows und Agenten, die Werkzeuge der Integration nutzen, nicht mehr aktivieren. Legst du die Integration mit demselben Namen neu an, ist die Verknüpfung wieder da.

Einen MCP-Server anbinden

Für einen MCP-Server brauchst du nur seine URL vom Anbieter.

  1. Öffne unter Verbindungen den Reiter MCP-Server.
  2. Klicke auf Anbinden.
  3. Trage Name, URL und Beschreibung für die KI ein. Die URL beginnt mit https://.
  4. Wähle die Anmeldung: Gemeinsamer Zugang oder Eigenes Konto pro Person. Bei Gemeinsamer Zugang trägst du den Token ein und bei Bedarf den Header-Name. Standard ist Authorization.
  5. Speichere. Die Detailseite des Servers öffnet sich.
  6. Klicke auf Werkzeuge lesen. Der Server meldet, welche Werkzeuge er anbietet.
  7. Hake die Werkzeuge an, die dein Workspace nutzen darf, und speichere.

Gespeichert werden nur die angehakten Werkzeuge. Den Server selbst legt lowcloud schon beim Anbinden an, auch wenn die URL später nicht antwortet.

Die Beschreibungen der Werkzeuge stammen vom Server und landen im Prompt der KI. Lies sie, bevor du ein Werkzeug anhakst.

Anmeldung

  • Gemeinsamer Zugang: Der Token wird verschlüsselt gespeichert und gilt für alle im Workspace. Jeder Lauf handelt damit. Die KI sieht den Token nie.
  • Eigenes Konto pro Person: Jede Person meldet sich in einem Anmeldefenster (OAuth) mit ihrem eigenen Konto an. Das geht auf der Detailseite über Anmelden oder unter Verbindungen in der Zeile des Servers. Jeder Lauf handelt mit dem Konto, das seine Einrichtung festlegt.

In beiden Fällen geht alles, was ein Schritt an ein Werkzeug des Servers übergibt, an den Host des Servers.

Werkzeuge aktualisieren

Hat der Anbieter etwas geändert, klicke erneut auf Werkzeuge lesen. Die Seite markiert neue und entfallene Werkzeuge. Neue Werkzeuge sind nicht automatisch ausgewählt.

Grenzen

GrenzeWert
Werkzeuge je Server200. Bietet der Server mehr an, liest lowcloud die ersten 200.
Zeitlimit je Aufruf30 Sekunden
Antwortlänge20.000 Zeichen, danach gekürzt
AntwortformatNur Text. Gibt ein Werkzeug eine Datei oder ein Bild zurück, siehst du nur einen Verweis darauf.

Einen MCP-Server löschen

Mit MCP-Server löschen entfernst du den Server. Agenten und Workflows, die seine Werkzeuge nutzen, lassen sich danach nicht mehr aktivieren, bis die Werkzeuge dort entfernt sind. Ein neu angebundener Server mit demselben Namen stellt die Verweise nicht zwangsläufig wieder her.

Freigaben

Bei einer eigenen Integration steht jedes benannte Werkzeug auf einer von zwei Einstellungen:

  • Liest nur (läuft direkt)
  • Schreibt (jeder Aufruf braucht deine Freigabe)

Die Methode setzt einen Vorschlag: GET wird lesend, alles andere schreibend. Danach gilt deine Wahl. Setzt du ein Werkzeug, das etwas verändert, auf lesend, läuft es ohne Freigabe. Daten abrufen (GET) liest immer, Daten senden schreibt immer.

Bei einem MCP-Server hat jedes Werkzeug auf der Detailseite den Schalter Nur lesend. Ist er an, gilt das Werkzeug als lesend und läuft ohne Freigabe. Ist er aus, gilt es als schreibend und hält vor der Ausführung an.

Der Server kann angeben, dass ein Werkzeug nur liest. Diese Angabe ist nicht überprüfbar und füllt den Schalter nur vor. Es gilt, was beim Speichern eingeschaltet ist.

Für beide gilt: Die Freigabe ist eine Voreinstellung. Pro Agent und pro Schritt kannst du sie für ein einzelnes schreibendes Werkzeug abschalten. lowcloud fragt dann noch einmal nach und weist darauf hin, dass der Agent die Aktion sofort ausführt.

Berechtigungen

Eigene Integrationen und MCP-Server legt an, wer bauen darf (Rolle Admin oder die frühere Rolle Entwickler). Ohne Baurechte fehlen die Reiter Eigene Integrationen und MCP-Server. In einem Kundenworkspace eines Partners fehlen sie auch den Leuten des Kunden.

Eigene Integrationen und MCP-Server gehören dem Workspace, nicht einer Person. Alle, die bauen dürfen, sehen sie und nutzen ihre Werkzeuge.

Einen MCP-Server ändern und löschen darf nur, wer ihn angebunden hat, oder ein Admin des Workspace. Hat die Person, die ihn angebunden hat, den Workspace verlassen, kann ein Admin den Server ändern.