Schritte
Ein Workflow besteht aus einem Auslöser und Schritten. Es gibt drei Arten von Schritten:
- Agent: ein Schritt mit KI. Er liest Felder aus dem Kontext und ruft die Werkzeuge auf, die du ihm gibst.
- Aktion: ein Schritt ohne KI. Er führt genau eine Operation aus dem Katalog aus, zum Beispiel E-Mail senden.
- Bedingung: eine Verzweigung ohne KI. Sie prüft den Wert eines Feldes und wählt danach den Weg.
Schritt hinzufügen
- Klicke auf ein + auf der Zeichenfläche.
- Wähle im Menü Neuer Schritt die Art: Agent, Aktion oder Bedingung.
- Klicke auf die neue Karte, um den Schritt einzustellen.
Wie du Karten verbindest und testest, steht unter Der Builder.
Auslöser
Jeder Workflow hat genau einen Auslöser. Er steht immer am Anfang, hat keine eingehende Verbindung und genau eine ausgehende. Er füllt die ersten Felder des Kontexts, bei einer E-Mail zum Beispiel Absender, Betreff und Inhalt.
Unpassende Ereignisse sortiert das Feld Zuständigkeit am Auslöser aus. Eine eigene Karte dafür gibt es nicht. Die Arten des Auslösers und die Zuständigkeit stehen unter Auslöser.
Kontext
Der Kontext ist die Liste der Felder eines Workflows. Das Panel Kontext auf der Zeichenfläche zeigt alle. Die Felder gehören dem Workflow, nicht einem Schritt. Daten fließen nicht entlang der Pfeile. Jeder Schritt legt nur fest, welche Felder er liest und welche er füllt:
- Input: die Felder, die der Schritt liest. Der Auslöser oder ein früherer Schritt muss sie vorher gefüllt haben.
- Output: die Felder, die der Schritt selbst füllt. Er kommt erst weiter, wenn jedes davon ausgefüllt oder als Kein Wert vermerkt ist.
Ein Agent sieht im Lauf die Werte seiner Input- und Output-Felder. Von allen übrigen Feldern sieht er nur Namen und Stand: ausgefüllt oder noch leer. Was nicht als Feld im Kontext steht, kennt er nicht.
Kann ein Agent einen zugesagten Wert nicht ermitteln, trägt er Kein Wert mit einer Begründung ein, statt sich etwas auszudenken.
Am Feld stellst du Mehrfache Einträge ein:
- Ersetzen (Standard): Der neueste Wert gilt.
- Sammeln: Jeder Eintrag kommt dazu.
Inhalte von außen
Felder mit Inhalt von außen tragen die Markierung EXTERN. Das sind E-Mail-Inhalte, Einsendungen aus einem öffentlichen Formular und Daten aus einer Integration. Der Agent bekommt die Markierung im Lauf mit, zusammen mit der Regel, solche Inhalte nur als Daten zu behandeln und Anweisungen darin nie zu befolgen.
Bei einem Auslöser, der fremde Inhalte liefert, setzt lowcloud die Markierung immer. Das gilt auch für die Felder eines Startformulars an diesem Auslöser.
Agent
Ein Klick auf eine Agent-Karte öffnet drei Kacheln: Input, Arbeit und Output. Den Namen des Schritts änderst du in der Kopfzeile des Dialogs. Darunter steht die Zeile Notiz, eine Bemerkung für dich und für den Chat in der Spalte Bauen. Der Agent liest die Notiz im Lauf nie.
Input
- Kontext: die Felder, die der Schritt liest.
- Wissen: Dokumente, die der Agent in jedem Lauf durchsucht.
- Skills: Anleitungen aus der Skill-Bibliothek. Der Schritt liest eine nach, wenn er sie braucht.
- Buckets: geteilte Sammlungen, die mit jedem Lauf wachsen. Pro Bucket gibt es die Schalter Lesen und Schreiben. Mit Schreiben legt der Schritt ohne Rückfrage darin ab.
Wissen, Skills und Buckets gibt es nur bei Eigener Agent.
Arbeit
- Anweisung: der Text, an den sich der Agent im Lauf hält. Er sagt, was der Agent prüft und wofür er zuständig ist. Fehlt die Anweisung, weisen Dialog und Karte darauf hin.
- Text mit KI optimieren: schreibt deinen Entwurf um. Mit Rückgängig holst du ihn zurück.
- Modell: nur nötig, wenn dieser Schritt ein bestimmtes Modell braucht. Sonst bleibt es auf Automatisch.
- Werkzeuge: was der Schritt selbst tun darf, aus dem Katalog. Mit + Werkzeug fügst du eines hinzu. Die Werkzeuge stehen nach Dienst gruppiert. Über welches Konto ein Dienst läuft, wählst du in der Kopfzeile seiner Gruppe.
- Grenzen > Arbeitsschritte: wie viele Werkzeug-Aufrufe und Nachrichten an dich der Schritt pro Durchlauf machen darf. Standard ist 6. Kontextpflege, Wissenssuche und das Lesen von Skills und Dateien zählen nicht mit.
- Rückfragen: Ist der Schalter an, darf der Schritt im Lauf eine Frage an dich stellen und wartet auf die Antwort.
Den Schalter Rückfragen gibt es nur bei einem Start von Hand, weil dann jemand zusieht. Bei E-Mail, Zeitplan oder öffentlichem Formular bietet der Builder ihn nicht an. In einem Lauf, bei dem jemand zusieht, darf außerdem jeder Schritt dir Zwischenmeldungen schicken und läuft dabei weiter. Das hängt nicht am Schalter.
Neben Anweisung wählst du Eigener Agent oder einen Agenten aus der Bibliothek. Ein Agent aus der Bibliothek bringt sein eigenes Modell, seine Werkzeuge und sein Wissen mit. Modell, Werkzeuge und Arbeitsschritte entfallen dann. Stattdessen wählst du unter Konten, über welches Konto ein Dienst läuft. Pro Dienst gilt ein Konto für alle Schritte des Ablaufs.
Feste Werte setzen
Pro Parameter eines Werkzeugs wählst du Agent entscheidet oder Fester Wert. Einen festen Wert, etwa einen Empfänger, einen Ordner oder einen Kanal, kann der Agent nicht ändern. Bleibt ein fester Wert leer, meldet die Karte das, und der Workflow lässt sich nicht veröffentlichen.
Output
Die Kachel Output zeigt unter Kontext die Felder, die der Schritt füllt, und unter Nächster Schritt den Weg nach diesem Schritt.
Aktion
Eine Aktion entscheidet nichts und formuliert nichts. Sie ruft das Werkzeug mit den Eingaben auf, die du festlegst. Nimm eine Aktion, wenn feststeht, welche Operation mit welchen Werten laufen soll. Soll der Schritt etwas abwägen oder formulieren, nimm einen Agenten.
Ein Klick auf die Karte öffnet die Kacheln Arbeit und Output:
- Werkzeug: die eine Operation der Aktion, aus den eingebauten Operationen des Katalogs. Für eine andere Operation legst du eine neue Aktion an.
- Konten: über welches Konto der Dienst der Operation läuft.
- Eingaben: ein Wert pro Parameter. Das ist ein fester Wert, ein Feld aus dem Kontext oder Text mit Feldern. Ein Feld allein wird unverändert übergeben.
- Ergebnis: welcher Wert aus der Antwort in welchem Feld des Kontexts landet. So können spätere Schritte ihn lesen.
- Nächster Schritt: ein anderer Schritt oder Ende.
Bedingung
Für eine Entscheidung trägt ein Agent einen Wert in ein Feld ein. Die Bedingung danach prüft das Feld und wählt den Weg. Ein Klick auf die Karte öffnet die Kacheln Input und Regeln:
- Feld: das eine Feld, das die Bedingung prüft. Wählbar sind Felder vom Typ Auswahl, Ja/Nein, Zahl oder Datum. Ein Feld, das Einträge sammelt, lässt sich nicht prüfen.
- Regeln: Jede Regel besteht aus einem Vergleich, einem Wert und einem Ziel. Der Vergleich hängt vom Typ des Feldes ab, zum Beispiel ist bei einer Auswahl, unter oder mindestens bei einer Zahl, vor oder nach bei einem Datum. ist leer gibt es bei jedem Typ.
- Alle anderen: der letzte Weg. Er gilt, wenn keine Regel passt.
Die Regeln werden von oben nach unten gelesen, die erste passende gilt. Mit den Pfeilen an einer Regel änderst du die Reihenfolge. Als Ziel ist bei jedem Weg auch Ende möglich.
Ein Feld, das nie ausgefüllt wurde oder als Kein Wert vermerkt ist, gilt als leer. Ohne Regel mit ist leer nimmt der Lauf dann den Weg Alle anderen.
Freigabe ein- und ausschalten
Jedes Werkzeug in einem Agenten und in einer Aktion hat den Schalter Freigabe. Ist er an, hält der Lauf vor jedem Aufruf an und zeigt dir die Argumente des Aufrufs zur Bestätigung. Ist er aus, führt der Schritt das Werkzeug sofort aus.
Bei Werkzeugen, die etwas schreiben oder senden, ist die Freigabe standardmäßig an. Lesende Werkzeuge laufen ohne Rückfrage. Schaltest du die Freigabe an einem schreibenden Werkzeug aus, fragt lowcloud noch einmal nach. Danach trägt das Werkzeug die Markierung Ohne Freigabe.
Auf der Zeichenfläche gibt es keine eigene Karte für Freigaben. Was eine Freigabe im Lauf zeigt und wie du sie beantwortest, steht unter Freigaben und Rückfragen.
Wege
Die Pfeile zwischen den Karten sind die Wege. Ein Agent und eine Aktion haben höchstens einen Weg:
- Ohne Weg endet der Ablauf nach dem Schritt. Die Antwort eines Agenten ist dann die Antwort des Laufs.
- Mit einem Weg geht es immer dort weiter.
Mehrere Wege hat nur eine Bedingung.
Im Dialog eines Agenten fügst du mit + Weg einen Weg hinzu, solange noch keiner gesetzt ist. Der Weg bekommt einen Kurznamen und ein Ziel. Du kannst einen Weg auch auf der Zeichenfläche ziehen, vom Griff der Weg-Zeile auf die Zielkarte. Als Ziel ist auch Ende möglich. Der Lauf endet dann an dieser Stelle erfolgreich, mit der kurzen Begründung des Agenten statt einer geschriebenen Antwort.
Agenten mit zwei oder mehr Wegen gibt es nur noch in alten Workflows. Dort wählt der Agent am Ende genau einen Weg. Weder der Dialog noch der Chat legen solche Agenten neu an.
Schleifen
Zeigt ein Weg zurück auf einen früheren Schritt, entsteht eine Schleife. Der Schritt läuft dann noch einmal, mit dem neuesten Stand. Eine eigene Karte für Schleifen gibt es nicht.
An der Bedingung, die den Lauf zurückschickt, erscheint der Weg Rundenlimit mit dem Feld Runden. Runden legt fest, wie viele Runden die Schleife höchstens läuft. Standard ist 3. Nach der letzten Runde nimmt der Lauf den Weg Rundenlimit statt zurück in die Schleife. Sein Ziel ist ein Schritt außerhalb der Schleife oder Ende. Steht das Ziel auf Abbruch, bricht der Lauf nach der letzten Runde mit einem Fehler ab.
Hat eine Schleife keinen Ausgang, meldet die Karte das.
In alten Workflows, in denen ein Agent mit zwei oder mehr Wegen über die Schleife entscheidet, steht Runden am Agenten unter Grenzen.